Unsere Pädagogik

In unserer Pädagogik steht die Überzeugung im Vordergrund, dass die Kinder in einem gewissen Maße ihre Umwelt mitbestimmen und entscheiden können. Im Kindergartenalltag können sie deshalb Spielbereich, Spielpartner und sonstiges frei wählen, wobei sie aber bei bestimmten  Angeboten, wie z.B. am Morgenkreis teilnehmen müssen. Bei den Spielecken haben wir keine Begrenzungen, da die Kinder dies aus Erfahrung eigenständig regeln können. Damit die Kinder ihren Alltag möglichst eigenständig gestalten und leben können, ist das Erlernen von kleinen Handfertigkeiten notwendig, sich selbst anziehen können, der wertschätzende Umgang mit dem vorhandenen Spielmaterial, uvm. Auch die gleitende Brotzeit soll die Kinder zu selbständigem Handeln anregen.

Zur weiteren Förderung der Selbständigkeit dienen uns auch Methoden zur Projektarbeit und Kinderkonferenzen. In der Projektarbeit werden auch die Ideen der Kinder verwirklicht, der Weg zum Ziel ist bedeutender als das Ziel selbst. Hier wird ein Thema mit unterschiedlichen Methoden von vielen Seiten beleuchtet.

Die Erziehung zur Selbständigkeit spiegelt sich auch im religiösen Bereich wieder. Wir feiern die Kirchenfeste ausgiebig, sparen das Thema „Tod“ nicht aus, sondern führen immer wieder Gespräche, die auch auf Anregung der Kinder entstehen. Nicht selten kommen Fragen und Gespräche auf über Gott und seine Liebe. Dabei ist es uns ein großes Anliegen, dass die Kinder wissen und spüren, dass Gott uns immer liebt, auch wenn wir „unangepasst“ sind. Dieses positive Bild von Gott den Kindern zu vermitteln, dem wir immer unser Vertrauen schenken können ist der Grundstein unserer religiösen Erziehung.

Die Kinder dürfen sich in ihrer Kreativität weitgehend individuell entfalten. Wir basteln auch mit Vorlagen, lassen sie aber so oft wie möglich, frei nach ihrer Phantasie gestalten. Dazu bieten wir eine vorbereitete Umgebung an.

Auch in vielen anderen Bereichen wollen wir die Kinder selbständig, sozial und wertschätzend erziehen. Dass die Kinder emotional stabil werden, sie ihre Gefühle äußern dürfen nach dem Motto: „Jedes Gefühl ist erlaubt, aber nicht jedes Verhalten“, spiegelt sich in unserem Kindergartenalltag wieder. Durch das Ansprechen, beschäftigen mit Gefühlen und Bedürfnissen sind sie nichts neues, werden sie als normaler  Bestandteil des Menschen gesehen.(auch die sog. negativen Gefühle). Eine Ausbildung in Emotionscoaching und das Projekt „Giraffentraum“ (gewaltfreie Kommunikation) mit den Kindern vertärkt unser Bemühen. Ein, von Respekt geprägter Umgang, ist uns wichtig.

Da aber nicht jedes Verhalten erlaubt ist, sind Regeln notwendig. Regeln und Regelbruch werden immer auch wieder im Morgenkreis gemeinsam thematisiert, die Kinder zeigen ein großes Rechtsbewußtsein. Regeln dienen der Orientierung, ohne sie funktioniert das Zusammenleben nicht und sie sind unerläßlich in unserem Kindergartenalltag.

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